+

TOLERANZ

Neben und miteinander

Altona weiter vorn
Danke für Ihr Vertrauen!

Gabi Dobusch

Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft

zur Drs. 21/12316 Zukunftsperspektiven für die naturwissenschaftlichen Sammlungen

Die Regierungsfraktionen begrüßen alle Bestrebungen, eine wissenschaftliche Infrastruktur für die naturwissenschaftlichen Sammlungen weiter auszubauen, den Wissenstransfer in Hamburg weiter zu befördern und wissenschaftliche Fragestellungen der Hamburger Stadtgesellschaft in anschaulicher Art und Weise zugänglich zu machen.
Die Freie und Hansestadt Hamburg hat die nach dem Krieg noch erhaltenen Sammlungen 1969 in den Besitz der Universität Hamburg überführt, die noch heute zu einer der bedeutendsten naturkundlichen Sammlungen der Bundesrepublik zählt. Mit der Gründung des Centrums für Naturkunde (CeNak) 2014 hat die Universität Hamburg die Voraussetzungen geschaffen, mittel- und langfristig bessere Rahmenbedingungen für exzellente Wissenschaft und begeisternde Ausstellungen, Diskussionen oder Vorträge im Themenbereich Naturkunde zu schaffen. Bereits aktuell können kleinere Teile der Sammlungsobjekte in drei getrennten Ausstellungen besichtigt werden und bieten facettenreiche Einblicke in die Naturwissenschaft. Allein das Zoologische Museum zählt jährlich über 70.000 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Familien, Schülergruppen sowie Kinder und Jugendliche. Die wissenschaftlichen Sammlungen sind Bestandteil zahlreicher nationaler und internationaler Kooperationsprojekte, bislang sind die Sichtbarkeit in Hamburg und der Wissenstransfer in die Stadtgesellschaft aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
Um die Potentiale zu heben, sind noch diverse offene Fragen zu klären; insbesondere die grundsätzliche Frage der Finanzierbarkeit und verschiedener Finanzierungskonzepte bis hin zu möglichen Unterstützerinnen und Unterstützern und potentiellen Kooperationspartnern auf Länder- und Bundesebene. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung zum Kompetenzzentrum zur Erforschung von biologischer Vielfalt und Evolution.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird aufgefordert,
1. in Gesprächen mit der Universität Hamburg, der Stadtgesellschaft und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie ggf. Kooperationen in Forschungsverbünden Perspektiven und Optionen für die wissenschaftlichen Sammlungen unter der maßgeblichen Berücksichtigung der grundsätzlichen Frage der Finanzierbarkeit und der jeweils finanziellen Auswirkungen zu prüfen, die deren herausragender wissenschaftlichen Bedeutung Rechnung tragen und den Gedanken des Wissenstransfers an ein breites Publikum beinhaltet, sowie

2. der Bürgerschaft hierzu bis zum 31.12.2018 zu berichten.

Antrag

Hamburgische Bürgerschaft
28.03.2018
Drucksache: 21/

Von den Abgeordneten:
Gabi Dobusch, Uwe Giffei, Astrid Hennies, Dora Heyenn, Annkathrin Kammeyer, Gerhard Lein, Sven Tode, Isabella Vértes-Schütter

Twitter